Beginnt Ihr Kopfschmerz im Mund?
5 kurze Fragen — wir schauen gemeinsam, ob CMD ein Thema für Sie sein könnte.
Ihre Antworten zeigen kaum typische CMD-Muster. Bei anhaltenden Beschwerden sprechen Sie uns gerne an.
Einige Ihrer Antworten könnten auf CMD hinweisen. Ein kurzes Gespräch in unserer Praxis kann Klarheit bringen.
Ihre Antworten zeigen mehrere typische CMD-Muster. Wir schauen gemeinsam, was für Sie sinnvoll ist.
Das Kiefergelenk arbeitet täglich viele Stunden — beim Sprechen, Kauen, Schlucken. Wenn Zähne, Muskulatur und Gelenk nicht harmonisch zusammenarbeiten, kann es zu Beschwerden kommen. Dieses Zusammenspiel nennt man CMD — craniomandibuläre Dysfunktion.
Das Kiefergelenk verbindet den Unterkiefer mit dem Schädel. Es ist das am stärksten beanspruchte Gelenk des Körpers — beim Sprechen, Kauen und Schlucken bewegt es sich tausende Male täglich. Im Gelenk liegt eine Knorpelscheibe, der sogenannte Diskus, die als Puffer dient.
Schätzungen zufolge leiden 3–12 % der Bevölkerung an behandlungsbedürftigen CMD-Beschwerden. Viele Betroffene wissen nicht, dass ihre Kopfschmerzen oder ihr Tinnitus mit dem Kiefer zusammenhängen könnten.
Beschwerden können sehr unterschiedlich sein — nicht alle treten gleichzeitig auf.
Oft gibt es nicht nur eine Ursache — mehrere Faktoren spielen zusammen.
Verletzungen des Kiefergelenks (z. B. durch Unfälle), genetische Faktoren, Hormonschwankungen, Schlafstörungen sowie Grunderkrankungen wie Arthrose oder rheumatische Erkrankungen können ebenfalls zu CMD beitragen.
Kiefer, Muskulatur und Wirbelsäule sind eng miteinander verbunden. Verspannungen im Kiefer können sich auf Nacken und Rücken übertragen — und umgekehrt können Haltungsprobleme das Kiefergelenk beeinflussen. Auch Becken- oder Hüftfehlstellungen können über diese Kette CMD begünstigen.
Der Körper reagiert als Ganzes. Deshalb betrachten wir die Situation immer ganzheitlich.
Wir nehmen uns Zeit für eine genaue Analyse — ohne Hast.
Gespräch über Beschwerden und Gewohnheiten
Schlafqualität, Stress, bisherige Behandlungen, Lebensalltag — wir hören zu.
Untersuchung der Kiefergelenke
Beurteilung der Beweglichkeit, Feststellung von Geräuschen, Messung der maximalen Mundöffnung.
Palpation der Kaumuskulatur
Wir tasten Kau-, Schläfen- und Nackenmuskulatur auf Verhärtungen und empfindliche Druckpunkte (Triggerpunkte) ab.
Okklusionsanalyse
Überprüfung der Zahnkontakte im Schlussbiss und bei Bewegungen — Vorkontakte und Störkontakte können so erkannt werden.
Je nach Befund ergänzen wir die Diagnose: digitales Röntgen zur Beurteilung des Kieferknochens, bei komplexen Fällen eine instrumentelle Funktionsanalyse im Artikulator (Kausimulator), oder — bei Verdacht auf strukturelle Gelenkveränderungen — eine MRT-Überweisung an spezialisierte Radiologen.
Eine individuell angepasste Schiene kann das Kiefergelenk entlasten. Sie schützt die Zähne vor Abrieb, reduziert Druck auf Muskulatur und Gelenk und kann Fehlbelastungen ausgleichen. Welche Variante sinnvoll ist, entscheiden wir gemeinsam. Eine Schiene ist keine schnelle Standardlösung — sie wird angepasst und regelmäßig kontrolliert.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in der Regel die klinische Funktionsanalyse (FAL). Die Schienentherapie selbst ist in den meisten Fällen eine Privatleistung.
Für spezielle Schienen zur schrittweisen Biserhöhung — zum Beispiel vor geplanten Versorgungen mit Zahnersatz — entstehen Kosten, die die Krankenkasse nicht übernimmt. Diese können je nach Aufwand zwischen ca. 200 und 600 Euro liegen. Wir erstellen Ihnen vorab immer einen klaren Kostenplan — keine Überraschungen.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Mögliche Bausteine:
- Schienentherapie
- Anpassung von Füllungen oder Zahnersatz
- Gezielte Übungen
- Begleitende Physiotherapie
Oft ist eine Kombination sinnvoll.
- Weniger Schmerzen
- Entspanntere Muskulatur
- Mehr Beweglichkeit
- Ein besseres Körpergefühl
Der Verlauf ist individuell. Wenn Sie solche Beschwerden bei sich erkennen, sprechen Sie uns gerne an.