Ziel ist immer: Ihren eigenen Zahn erhalten.
Im Inneren jedes Zahns befindet sich ein Nerv- und Blutgefäßgeflecht — die sogenannte Pulpa (oft „Zahnnerv" genannt). Wenn Bakterien durch tiefe Karies, einen Riss oder eine Verletzung in diesen Bereich vordringen, entzündet sich die Pulpa. Unbehandelt kann das zu starken Schmerzen, einem Abszess (Eiteransammlung) oder sogar dem Zahnverlust führen.
Spontaner, pochender Zahnschmerz — besonders nachts oder bei Wärme
Starke Empfindlichkeit — auf Kälte oder Hitze, die lange anhält
Aufbissschmerz — Schmerz beim Zubeißen oder Kauen
Schwellung am Zahnfleisch — oder ein „Pickel" am Zahnfleisch (Fistel)
Verfärbter Zahn — Zahn wird dunkler als die Nachbarzähne
Kein Zahnersatz ist so gut wie Ihr eigener Zahn. Ein erfolgreich wurzelbehandelter Zahn kann Sie noch viele Jahre begleiten. Die Alternative — eine Extraktion mit anschließendem Implantat oder einer Brücke — ist deutlich aufwändiger, teurer und erfordert einen chirurgischen Eingriff. Daher lohnt sich der Erhaltungsversuch fast immer.
Schritt für Schritt — sicher und nachvollziehbar.
Wir bevorzugen, wenn möglich, die Behandlung in einer Sitzung — das ist für Sie angenehmer und reduziert das Risiko einer erneuten Kontamination. Bei komplexen Fällen oder stark entzündeten Zähnen arbeiten wir in mehreren Sitzungen, um das beste Ergebnis zu erzielen.
Wir arbeiten mit Technologie, die den Unterschied macht.
RECIPROC® System
Hochmodernes Ein-Feilen-System von VDW. Das Instrument ist steril verpackt und wird nur einmal verwendet — maximale Hygiene und Präzision. Die spezielle Bewegung schont die Zahnsubstanz.
Ultraschall-Aktivierung
Die Spüllösungen werden durch Ultraschall aktiviert. So werden auch kleinste Seitenkanäle und Verzweigungen erreicht, die ein Instrument allein nicht erfassen kann.
Laser-Desinfektion
Zusätzlich zur chemischen Spülung nutzen wir Laserenergie, um Bakterien auch in tiefen Dentinkanälchen abzutöten. Das erhöht die Erfolgsquote der Behandlung deutlich.
5-fach Lupenbrillen
Wurzelkanäle sind teilweise dünner als ein Haar. Deshalb arbeiten wir grundsätzlich mit 5-facher Vergrößerung — so sehen wir jedes Detail und können präziser arbeiten.
Wo es sinnvoll ist und auf Ihren Wunsch setzen wir einen Kofferdam (Spanngummi) ein. Dieses dünne Gummituch isoliert den behandelten Zahn komplett vom Mundraum. Vorteile: Kein Speichel gelangt in den Kanal (Keimfreiheit), keine Spülflüssigkeit im Mund, und die Instrumente können nicht verschluckt werden. Viele Patienten empfinden den Kofferdam als sehr angenehm.
Das RECIPROC®-Instrument wird steril verpackt geliefert und nach einmaligem Gebrauch entsorgt. Das eliminiert jedes Risiko einer Kreuzkontamination zwischen Patienten und garantiert Ihnen bei jedem Einsatz ein absolut neuwertiges, leistungsfähiges Instrument.
Damit Sie wissen, worauf Sie sich einstellen können.
Die Kosten zahnärztlicher Behandlungen richten sich nach Befund, Aufwand und den gewählten Materialien. Gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf eine zuzahlungsfreie Basisversorgung. Darüber hinausgehende, hochwertigere Versorgungen sind im Rahmen einer Mehrkostenvereinbarung möglich.
Unser Anspruch ist es, Ihnen alle Optionen verständlich und transparent darzustellen. Gemeinsam entscheiden wir, welche Lösung medizinisch sinnvoll und für Sie passend ist. Vor jeder Behandlung erhalten Sie eine klare Kostenübersicht.
Frontzähne
1 Wurzelkanal
Eigenanteil
(Mehrkostenvereinbarung)
Seitenzähne
2–3 Wurzelkanäle
Eigenanteil
(Mehrkostenvereinbarung)
Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Grundkosten einer Wurzelkanalbehandlung, wenn der Zahn als „erhaltungswürdig" eingestuft wird. Die oben genannten Beträge beziehen sich auf die Mehrkosten, die durch den Einsatz unserer modernen Technik entstehen — also RECIPROC®, Ultraschall-Aktivierung, Laser-Desinfektion und hochwertige Materialien. Diese Investition lohnt sich: Sie erhöht die Erfolgsquote Ihrer Behandlung erheblich.
• Steriles RECIPROC® Einmal-Instrument
• Ultraschall-aktivierte Kanalspülung
• Laser-Desinfektion der Kanäle
• Hochwertige Füllmaterialien
• Behandlung unter 5-facher Vergrößerung
• Erhöhte Erfolgsquote gegenüber der Kassenleistung
Was Sie wissen und beachten sollten.
Ein leichtes Druckgefühl oder eine Empfindlichkeit beim Zubeißen ist in den ersten 2–3 Tagen normal — der Zahn „beruhigt sich". In seltenen Fällen kann es zu einer vorübergehenden Schwellung kommen. Falls Sie stärkere Schmerzen haben, nehmen Sie bitte ein Schmerzmittel (z. B. Ibuprofen 400 mg) und rufen Sie uns an.
✅ Das hilft
❌ Das vermeiden
Ein wurzelbehandelter Zahn wird mit der Zeit spröder, da er nicht mehr durchblutet wird. Deshalb empfehlen wir — besonders bei Seitenzähnen — den Zahn mit einer Krone zu schützen. Das verlängert die Lebensdauer des Zahns erheblich. Informationen zu Kronen finden Sie in unserer Patienteninfo Kronen & Brücken.
Wir setzen auf Transparenz — auch bei dem, was wir nicht versprechen können.
Mit moderner Technik liegt die Erfolgsquote einer Wurzelkanalbehandlung bei über 90 %. Dennoch ist es uns wichtig, offen mit Ihnen zu sein: In seltenen Fällen kann eine Behandlung trotz sorgfältiger Arbeit nicht zum gewünschten Ergebnis führen. Gründe dafür können sein:
• Komplexe Kanalanatomie — stark gekrümmte, verzweigte oder verkalkte Kanäle
• Hartnäckige Bakterien — manche Keime sind besonders widerstandsfähig
• Vorgeschädigter Zahn — z. B. durch alte, undichte Füllungen oder Risse
• Verzögerte Versorgung — fehlende Krone nach der Behandlung
Sollte eine Entzündung nach der Behandlung bestehen bleiben oder wiederkehren, gibt es weitere Optionen: eine Revisionsbehandlung (erneute Wurzelkanalbehandlung), eine Wurzelspitzenresektion (chirurgischer Eingriff), oder — als letzter Schritt — die Entfernung des Zahns mit anschließender Versorgung durch ein Implantat oder eine Brücke. Wir besprechen alle Optionen offen mit Ihnen und finden gemeinsam die beste Lösung.
Was unsere Patienten am häufigsten wissen möchten.